Geschichte der Frauengymnastik

 

Im Mai 1963, wenige Wochen nach der Vereinsgründung war es, als es ein Gruppe begeisterter Frauen schaffte, im VfL eine Gymnastikgruppe zu gründen, um wöchentlich ein bis zwei Stunden sportlich aktiv zu werden. Auf Anhieb war die Gruppe 15 aktive Damen stark – und sie wuchs rasch weiter. Erste Übungsstätte war das Vereinshaus, zunächst mit den Übungsstunden am Nachmittag, ab 1964 dann am Abend. Mitbegründerin, erste Übungsleiterin und Chefin der Abteilung in einer Person war Frau Frieda Bormuth, aktiv leitend bis Herbst 1971 und unterstützt von ihrer Zwillingsschwester Frau Lina Heinzelbecker. Frau Frieda Bormuth besuchte regelmäßig Lehrgänge in Bensheim und Heppenheim. In Anerkennung ihrer verdienstvollen Arbeit um den Sport und Unterstützung am Aufbau des Sportkreises Bergstraße erhielt Frau Frieda Bormuth am 14.12.1968 den „Kreis-Ehrenbrief“ des Landessportbundes Hessen. Von 1971 bis zum Frühjahr 1974 lag das Wohl dieser Abteilung und die Übungsleitung in den bewährten Händen von Frau Inge Biermann, die im sportlichen wie auch im geselligen Bereich kreativ und erfolgreich weiter Verantwortung trug.

(Gymnastikdamen bei einer Rheintour 1999)

 

Im Frühjahr 1974 konnte Sportlehrerin Frau Gertrud Emrich gewonnen werden, die mit Abteilungsleiterin Frau Marga Kilian die bewährte Arbeit in der Frauengymnastik fortführt. Seit 1976 können die sportlichen Betätigungen in der Langenberg-Sporthalle abgehalten werden. Sportlehrerin Emrich, durch Fortbildungslehrgänge immer wieder neu inspiriert, bereicherte das Übungsprogramm um weitere interessante Bereiche. Da rückte die Jazzgymnastik in den folgenden Jahren in den Mittelpunkt, wechselnd durch Übungen mit Klein- und Handgeräten. Auch fand das so genannte „Circuit-Training“ zum aktivieren verschiedener Muskelgruppen Eingang in das Übungsprogramm. So gehört auch das Trainieren mit Musik zum Programm, sowie schließlich Schwimmabende und Übungen am Birkenauer Trimm-dich-Pfad mit anschließendem Kuren in der Kneip-Anlage während des Sommerprogramms. Schließlich fand die Aerobic-Welle Einzug in die Übungsstunden, geturnt wird was der Gesundheit des Körpers dient. Hierzu entwickelten sich aus den überaus harten, schnellen und mehr verzerrenden Übungen der Aerobic allmählich die sanften, behutsamen Dehnübungen = Stretching, ein Trainieren der Muskeln nach Erkenntnissen des Amerikaners Bob Anderson aus der Krankengymnastik. Aber auch einfache Volkstänze, Übungen mit dem Schwungtuch, Spiele mit dem Family - Tennis, Abendwanderungen mit Fackeln und Laternen, Weihnachtstreffen, närrisches Treiben mit viel „Gebabbel“, wie auch die Pflege der Partnerschaft mit der Frauengymnastikgruppe aus Kallstadt a. d. Weinstraße gehören zum Programm und bereichern die Arbeit dieser Abteilung.

Rund dreißig Frauen besuchen ständig die Übungsstunden. Ingesamt sind seit Bestehen des Vereins rund achtzig Frauen Mitglied in dieser erfolgreichen Abteilung im VfL geworden.

Gymnastikdamen 2003 (V.l.n.r.) Vierte Reihe: Ilse Vogelsgesang, Martina Schwarz, Irene Wiemann, Elfriede Söhnlein, Christel Kracht, Rosalinde Katzenmeier. Dritte Reihe stehend: Inge Biermann (Übungsleiterin), Christine Hoffmann, Gabi Scheuermann, Toni Mor

 

Fünfzehn Jahre später ist die Abteilung nach wie vor überaus erfolgreich, das liegt nicht zuletzt daran, dass mit Abteilungsleiterin Marga Kilian und Übungsleiterin Inge Biermann die beiden dienstältesten „Funktionärinnen“ des VfL ihr Amt versehen. Marga Kilian ist seit gut neunundzwanzig Jahren und Inge Biermann seit vierzehn Jahren wieder in der Verantwortung. Als stellvertretende Übungsleiterin fungiert seit 1987 Georgine Heckmann nun auch schon seit sechzehn Jahren. Das ist den männlichen Kollegen in anderen Abteilungen noch nicht gelungen und währe einer Nachahmung wert.
Der Erfolg und die Beliebtheit der Gymnastikgruppe des VfL Birkenau drückt sich nicht zuletzt auch dadurch aus, dass jetzt sogar siebenunddreißig Damen der Abteilung angehören.
Das liegt nicht nur an den nach wie vor ernsthaft und eifrig betriebenen gymnastischen und gesundheitsfördernde Übungen während der Trainingsabende, sondern auch an den vielfältigen gesellschaftlichen Betätigungen das ganze Jahr über. Da sind zum einen die Kräppelabende und die interne Weihnachtsfeier zu nennen, aber auch die Fahrradtouren und Tagesausflüge sind immer wieder ein willkommener Anlass den Alltagssorgen zu entfliehen. Der Vorstand wünscht den Gymnastikdamen weiterhin so viel Schwung und Elan wie bisher und alles Gute für die Zukunft.

 

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